die Viper
Die Augen haben Schlitzpupillen. Auf der Schnauzenspitze ist ein weiches, beschupptes Horn zu sehen. Seine Bedeutung ist noch nicht geklärt. Am Rücken ist ein meist dunkles Zickzackband erkennbar. Am Rücken kann die Färbung silberweiß, grau über beige bis braun sein. Die Unterseite des Schwanzes ist rot gefärbt, oft auch das Schwanzende oberseits. Hornvipern können bis 90 cm lang werden. Wie alle Schlangen wachsen sie ein Leben lang. Damit die Haut nicht zu klein wird, müssen sie sich zwei bis drei Mal im Jahr häuten. Die alte Haut wird abgestreift. Darunter befindet sich schon die neue Haut.
Waldränder, Geröllhalden, trockene Felshänge, Steinmauern
Kärnten, Südliche Steiermark (die meisten Vorkommen liegen zwischen 400 und 800 m Seehöhe)
Ähnlich
wie Kreuzottern veranstalten männliche Hornvipern im Frühjahr
Revierkämpfe. Beim so genannten Kommentkampf versuchen die
Männchen einander gegenseitig niederzudrücken. Die
Giftzähne werden dabei nicht eingesetzt. Das schwächere
Männchen muss flüchten. Das Stärkere paart sich mit
den Weibchen. Die Paarung findet im April oder Mai statt. Hornvipern
legen keine Eier. Die Eier werden im Körper des Weibchens
ausgebrütet. Bei der Geburt reißt die Eihülle. Ende
August gebärt das Weibchen durchschnittlich 6 bis 12 Junge. Sie
haben dabei eine Länge von circa 15 bis 24 cm. Sie sind, wie die
Nachkommen anderer Schlangen, vom ersten Lebenstag an selbstständig
und allein unterwegs. Junge Hornvipern ernähren sich von
Eidechsen und Insekten.
Nahrung
Junge Hornvipern fressen Insekten. Wenn sie größer sind, ernähren sie sich von Mäusen, Eidechsen, Vögel.
Sie kann ihre Schwanzspitze hin und her bewegen, sodass die Beutetiere sie für ein Würmchen oder eine Raupe halten und deshalb näherkommen.
für Wildschwein, Uhu, Fuchs, Marder und verschiedene Greifvogelarten
Im Oktober suchen sich Hornvipern einen Platz zum Überwintern. Sie ziehen sich zum Beispiel in mehreren Metern tiefen Felsspalten zurück. Oft überwintern mehrere Hornottern gemeinsam an einer besonders geeigneten Stelle. Im Februar/März verlassen sie diese Quartiere wieder.
Die Hornviper ist eine Giftschlange. Das Gift benötigt sie zur Lähmung der Beutetiere und zur Verdauung. Sie ist sehr scheu. Bei Störung flüchtet sie unter Steine oder Pflanzen. Nur mit Notfall, wenn man auf sie tritt oder sie bedrängt, beißt sie zu.
PatientIn ruhig stellen (Hinlegen, nicht mehr gehen lassen) und die Rettung rufen.
Verlust des Lebensraums und durch illegale SchlangenfängerInnen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Schlangen illegal für Terrarienhaltung verwendet oder verkauft werden.
Wie alle europäischen Schlangenarten ist sie streng geschützt! Das bedeutet: Sie darf nicht gefangen oder getötet werden.