Es werden neun Unterarten unterschieden, von denen drei bereits ausgestorben sind. Der Unterartstatus von P. t. jacksoni
auf der Malaiischen Halbinsel ist umstritten; in der folgenden
Aufstellung wird er als eigenständige Unterart geführt.
Genetische Analysen sprechen für die Unterteilung der noch lebenden
Formen gemäß dem hier dargestellten Schema in sechs verschiedene
Unterarten. Dabei scheinen sich die Unterarten des asiatischen
Festlands relativ wenig voneinander zu unterscheiden, während relativ
große genetische Differenzen zu den Tigern der Insel Sumatra bestehen.
Die Tiger der Insel Sumatra wurden vermutlich vor 6.000 bis 12.000
Jahren von denen des Festlands getrennt, als der Meeresspiegel am Ende
derletzten Kaltzeit anstieg und die ehemalige Landbrücke versank.
Insbesondere
die Unterschiede zwischen dem ausgestorbenen Kaspischen
Tiger und dem Amurtiger sind so gering, dass beide möglicherweise zu
einer Unterart zusammengefasst werden
sollten.

(sieheInzuchtdepression). Die Population in Zoos und somit ein Zuchtprogramm wurde erst spät aufgebaut und beschrän
kt sich fast ausschließlich auf chinesische Zoos. Die Zoopopulation
stieg allerdings zwischen 2005 und 2007 von 57 auf 72 Tiere an.
Wiederansiedlungen mit zoogeborenen Tieren sind geplant. Die Stiftung Save Chinas Tigers
bemüht sich um Nachzucht und Jagdgewöhnung
Südchinesischer Tiger
außerhalb Chinas in einem Reservat in Südafrika, um
diese später
wieder in ihrem ursprünglichen Habitat auszuwildern.
ariabel, aber meist dunkler als beim Amurtiger und heller als
bei den südöstlichen Unterarten. Die Streifen sind meist sehr dunkel.
Ursprünglich vom Industiefland in Pakistan über den indischen
Subkontinent bis Bengalen,
Assam und in die Nordwestteile Myanmars verbreitet.
Dabei bestehen gewisse genetische Differenzen innerhalb der Unterart,
insbesondere die Tiger des Nordens unterscheiden sich von anderen
Bengaltigern. Auch die Bengaltiger am Westende des Unterartgebietes
zeigen moderate genetische Eigenheiten. Vor allem glichen die Tiere des
Sariska-Nationalparks, wo Tiger im Jahr 2004 ausgestorben sind, genetisch sehr stark jenen aus dem benachbarten
Ranthambhore-Nationalpark. Dies macht die Tiger aus Ranthambore zu den
besten Kandidaten für eine mögliche zukünftige
Auswilderung in Sariska. Heute kommt der
Bengaltiger noch in isolierten Restbeständen in Indien, in Bangladesch,
Teilen Bhutans und Nepals sowie im Westen Myanmars
vor. Man geht heute von weniger als 2500 wildlebenden Bengaltigern aus,
von denen der mit Abstand größte Teil, etwa 1400 (Stand 2008), in
Indien lebt. Die deutlich höheren Populationszahlen der Zählungen der
Jahre 2001 bis 2002 können aufgrund der unterschiedlichen Methoden
nicht direkt verglichen werden. Die jüngeren Ergebnisse gelten aber als
zuverlässiger. Der Bengaltiger gilt als bedroht, ist jedoch weniger
gefährdet als die anderen Unterarten; Artenschützer warnten wiederholt
vor dem drohenden Aussterben des Indischen Tigers in Indien und den
benachbarten Staaten. Trotz eines internationalen Verbots betreiben
kriminelle Organisationen einen schwunghaften Handel mit Tigerfellen.
was
kleiner als der Bengaltiger, Grundfärbung etwas dunkler, die
meist sehr dunklen Streifen gehen häufig in Flecken über. Die Unterart
ist auf dem FestlandSüdostasiens verbreitet, wo sie von den
chinesischen Provinzen Yunnan, Guangxi und Guangdong sowie
Nordmyanmar
südwärts bis zur Halbinsel von Malakka vorkommt. Es gibt vermutlich nur
noch 350 Exemplare, die unter anderem in Kambodscha, Thailand, Myanmar,
Laos und in geringer Zahl in Vietnam
überlebt haben. Die Population der Malaiischen Halbinsel stellt
möglicherweise eine eigene Subspezies dar und wird separat als
Malaiischer Tiger
aufgeführt.
oni); auf der Malaiischen Halbinsel
verbreitet und ebenfalls stark bedroht; die Eigenständigkeit dieser
Unterart, die vorher zum Indochinesischen Tiger gerechnet wurde, ist
immer noch umstritten. Es bestehen genetische Unterschiede zwischen den
Populationen der Malaiischen Halbinsel und den nördlicheren
Populationen, doch scheinen keine Unterschiede im Fellmuster oder
Schädelbau zu bestehen. Auch gehen die Bestände nach Norden fließend in
die des Indochinatigers über. Auf der Malaiischen Halbinsel sind nach
neuesten IUCN-Informationen ca. 250 Exemplare heimisch.
n
häufig zu Flecken. Zugleich kleinste der überlebenden Unterarten.
Auffällig ist
der lange Backenbart der Männchen.Als einzige Insel-Unterart konnte der
Sumatratiger bis heute überleben; es gibt noch 400 Individuen in
entlegenen Regionen Sumatras. Die IUCN listet die Unterart als „vom
Aussterben bedroht“.
er. Streifenmuster eher breit und dem des Sumatratigers
ähnlicher als dem des Javatigers. Häufig Linien dunkler Flecken
zwischen den Streifen. Ursprünglich endemisch auf Bali, wurde die
Unterart durch exzessive Jagd und Habitatzerstörung in den 1940ern
ausgerottet.
Zentralasien bis in die Mongolei.
Frühzeitig wurde der Kaspische Tiger in weiten Teilen dieses Gebietes
ausgerottet; er ist nun sowohl in freier Wildbahn als auch in
Gefangenschaft ausgestorben; die letzten hielten sich bis zu Beginn der
1970er Jahre in Südwest-Asien. Neuere molekularbiologische
Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Unterart mit dem Sibirischen
Tiger identisch ist und das Verbreitungsgebiet der beiden Populationen
möglicherweise erst durch den Menschen getrennt wurde.