Katzentipps
In der neuen Umgebung
Wenn
Sie mit Ihrer neuen Katze nach Hause kommen, bringen Sie sie zuerst in
einen relativ kleinen Raum (z.B. Bad), in dem sich befinden sollte:
• Fressnapf: Am besten ein flacher Teller der nach jeder Mahlzeit mit etwas Spüli gereinigt wird.
•
Wassernapf: Standfest! Auch diesen bitte regelmäßig spülen und das
Wasser erneuern. Er sollte in einiger Entfernung zum Futternapf stehen.
Die Vorfahren unserer Katze lebten in Wüstengebieten und mussten nach
Wasser suchen. Dieser Instinkt ist bei unseren Hauskatzen noch immer
vorhanden. Manche trinken auch mit Vorliebe direkt vom Hahn, andere
dagegen bevorzugen abgestandenes Wasser aus der Gießkanne (Achtung! Nie
gedüngtes Gießwasser stehen lassen).
• Katzenklos: Anzahl der
Katzen + 1 an verschiedenen Plätzen! Bitte soweit weg wie möglich von
Schlafplatz, Futter- und Wassernapf stellen. Sehr gut eignen sich
Plastikwannen (Wäschekorb) gefüllt mit Klumpstreu. Die Katze hat darin
ausreichend Platz und der Streu fliegt beim Scharren nicht über den
Rand. Es genügt, die Katze einmal kurz ins Klo zu setzen. Gehen Sie
dabei sanft vor, die Katze soll ja zukünftig gerne hinein gehen. Die
Katzenklos sollten so oft wie möglich/nötig ausgeräumt und einmal pro
Woche mit Neutralreiniger geputzt werden. Verwenden Sie keine chlor-
oder ammoniakhaltige Reiniger.
• Spielzeug: Fellmäuse,
Tischtennisbälle, Ü-Eier-Kapseln, Angel = Holzstab, an dem eine Schnur
mit einem Stück Papier befestigt ist, Papierkügelchen… Schnüre
allerdings nur bei der Katze lassen, wenn sie beaufsichtigt wird.
Vermeiden Sie beim Spiel den Einsatz von Fingern oder Zehen: Was bei
einem kleinen Kätzchen putzig wirkt, verliert bei einem
5- Kilo Kater schnell seinen Reiz.
•
Schlafschachtel: Mit einer weichen Einlage, z.B. eine Fleecedecke oder
ein Kissen. Die Schachtel sollte einen Deckel haben, damit sich die
Katze in ihre „Höhle“ zurückziehen kann.
• Spielschachteln: In
allen Größen und Formen, um sich darin zu Verstecken, zum Draufhüpfen
oder Reinbeißen. Katzen „schachteln“ gerne!
• Kratzbaum: Wichtig
ist, dass dieser standfest ist und die Katze sich in voller Länge daran
ausstrecken kann, also u. U. Zwischenbretter weglassen. Es muss kein
teures Modell sein, ein Holzstamm aus dem Wald auf eine Spanplatte
geschraubt oder ein stabiler Fußabstreifer, beispielsweise aus Sisal an
der Wand befestigt erfüllt den gleichen Zweck.
• Katzengras:
Kann man einfach selber ziehen. Etwas Hafer in Blumenerde streuen,
feucht halten, warm stellen. Zyper-/Papyrusgras schmeckt auch lecker.
Nachdem
sich die Katze in den ersten Tagen mit der neuen Umgebung und mit Ihnen
vertraut gemacht hat, können Sie die Türe offen lassen und die Katze
wird, je nach Temperament, den Rest der Wohnung erobern. Sobald Sie das
Gefühl haben, dass die Katze sich bei Ihnen wohl fühlt, können Sie mit
ihr den Garten erkunden. Dabei als Rückzugsmöglichkeit immer die Türe
ins Haus offen lassen. Fenster bitte nicht schräg stellen, sie könnten
zur tödlichen Falle für die Katze werden!
Zum Seitenanfang
Erziehung
Egal
was Ihre Katze anstellt, körperliche Gewalt ihr gegenüber sollte tabu
sein. Katzen mit Strafen zu erziehen, hat sich als weitgehend unwirksam
herausgestellt. Einzig die Angst/Scheu vor Ihnen wird größer. Versuchen
Sie, die Katze bei unerwünschtem Verhalten abzulenken, klatschen Sie in
die Hände, auch ein lautes „Nein“ sollte genügen. Bieten Sie Ihrer
Katze von Anfang an einen Kratzbaum an, so dass Ihre Möbel von den
scharfen Krallen verschont werden. Große Blumentöpfe, die vor allem von
kleinen Katzen mit dem Katzenklo verwechselt werden, können Sie durch
Auslegen von Zitronen-, Orangenschalen oder größeren Kieselsteinen
unattraktiv machen. Das Benagen von Zimmerpflanzen sollten Sie immer
verhindern, da viele Arten reizend oder giftig wirken. Bieten Sie Ihrer
Katze als Alternative Katzengras an.